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Was sind psychiatrische Assistenzhunde?

Aktualisiert: 30. Sept. 2023




Die bekanntesten Assistenzhunde für psychische Erkrankungen sind die PTBS-Assistenzhunde. ABER: Assistenzhunde können auch bei vielen weiteren psychischen Erkrankungen assistieren! Unter anderem für:


  • Autismus-Spektrum-Störungen

  • Schwere Angst- und/oder Panikstörungen

  • Borderline-Persönlichkeitsstörungen

  • Zwangsstörungen

  • Depressionen

  • Dissoziative Störungen

U.v.m.


So unterschiedlich diese Krankheitsbilder sind, so unterschiedlich können auch die Assistenzleistungen sein. Hier einige Beispiele:

  • Anzeigen von Angst-/Panikattacken, starken Anspannungszuständen, (Pseudo-)Halluzinationen, dissoziativen Zuständen, Meltdowns u.v.m.

  • Unterbrechen von stereotypen Verhalten, Selbstverletzungen (z.B. intensives Kratzen), Zwangshandlungen u.ä.

  • DPT -> Deep Pressure Therapy/Kontaktliegen

  • Apportieren einer Notfalltasche mit Skills und/oder Medikamenten

  • Erinnern ans regelmäßige Einnehmen von Medikamenten

  • Bringen des Handys auf Kommando (z.B. in akuten Krisen)

  • Blocken (vor/hinter/neben die Halter*in stellen um durch die Anwesenheit des Hundes Abstand zu anderen Menschen zu schaffen)

  • Führaufgaben (z.B. aus Geschäften zum Ausgang führen, an den Rand führen, eine Bank zum Hinsetzen suchen o.ä.)

  • Mobilitätsaufgaben (z.B. Hilfe beim Halten des Gleichgewichts bei Bewegungsstörungen)

  • Unterbrechen von Reizüberflutungen

U.v.m.





Welche Voraussetzungen muss ein Hund erfüllen um als psychiatrischer Assistenzhund arbeiten zu können?


Ein psychiatrischer Assistenzhund sollte eine gewisse Resilienz und Stressresistenz mitbringen, damit er auch in ruhig bleibt, wenn die Halter*in eine Krise, Panikattacken, Dissoziationen, Halluzinationen hat oder sich gerade selbstverletzt oder Zwangshandlungen ausführt. Desweiteren sollte er im öffentlichen Raum Ruhe ausstrahlen um ihrer Halter*in Sicherheit vermitteln können. Er sollte auch beharrlich bleiben können, wenn z.B. seine Versuche das selbstverletzende Verhalten seiner Halter*in zu unterbrechen nicht sofort gelingen. Zudem sollte er sich von möglichen intensiven Reaktionen seiner Halter*in (z.B. schreien, starkes Weinen o.ä. während Meltdowns oder Wutausbrüchen) nicht einschüchtern lassen.

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